Vielleicht kennen Sie das? Sie stehen in einem Geschäft, möchten etwas kaufen und haben mehrere Dinge zur Auswahl. Eigentlich toll! Glückwunsch, es gibt Menschen, die finden gar nicht erst etwas passendes. Wenn nur jetzt nicht die Notwendigkeit wäre zu entscheiden…

Oft ist es so, dass wir uns, meistens aufgrund begrenzter Ressourcen (Geld, Platz, Zeit oder ähnliches), vor der Notwendigkeit sehen, uns zu entscheiden. Und falls Sie auch zu den Menschen gehören, die öfter einmal zögern, bzw. denen auch mal gesagt wird, dass sie „entscheidungsschwach“ sind, dann möchten wir Ihnen gerne den folgenden Gedanken anbieten.

Jede Entscheidung für etwas ist auch gleichzeitig eine Entscheidung gegen etwas! Immer wenn Sie sich zwischen zwei oder mehr Dingen entscheiden, entscheiden Sie für das eine und gegen das andere. Wenn dieser Gedanke Raum gewinnt, dann könnte es doch sein (zumindest ist es einen Versuch wert), dass eine Entscheidung gegen etwas einfacher zu treffen ist, als eine Entscheidung für etwas.

Beobachten Sie doch einfach einmal Kinder, die sich entscheiden sollen. Die machen es sich, zumindest in einem ersten Schritt, ganz einfach: die sagen erst einmal „ich will alles“. Und manchmal ist es jetzt tatsächlich einfacher, sie zu einem Verzicht, als zu einer Entscheidung zu bewegen. Fragen Sie doch einfach: „Was brauchst du jetzt gerade nicht, was kann eher weg?“ Oft ist jetzt die Antwort für das Kind einfacher. 

Bei mir klappt das übrigens auch: Es gibt Entscheidungen, die mir deutlich leichter fallen, wenn ich mich frage, worauf ich eher verzichten kann.

Sicher, im Ergebnis ist es oft gleich. Aber darum geht es nicht – manchmal geht es „nur“ darum, zu entscheiden. Ob diese Entscheidung richtig ist, das merken wir sowieso erst später.  

Versuchen Sie es einfach mal, verzichten Sie mal öfter!